So findet eine Pressemitteilung Anklang

Damit ein Produkt oder ein Unternehmen an Aufmerksamkeit gewinnt, gehört bei der Pressearbeit das Versenden einer Pressemitteilung dazu. Pro Tag landen ca. 200 Mails in den Postfächern von Redaktionen. Demensprechend ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Pressemeldung geöffnet wird, nicht sehr hoch. Zwischen Hunderten von Pressemeldungen müssen sie sich abheben und den Redaktionen einen Mehrwert bieten. Damit Pressemitteilungen geöffnet werden ist daher Kreativität gefragt.

Betreffzeile: Kurz und prägnant

Die Betreffzeile ist oft schon ausschlaggebend, ob Redakteur:innen die Pressemitteilungen öffnen oder ob sie direkt im Papierkorb landen. Gerade Start-Ups neigen dazu, mit zu vielen Superlativen wie „Revolutionäres Produkt“, „hochkarätige Personalentscheidung“ oder „mehrfacher technologischer Durchbruch“ zu arbeiten. Darauf sollte eher verzichtet werden. Auch die Standard-Zeile „Wir haben Neuigkeiten für Sie!“ lässt die Neugier nicht gerade steigen. Mut zur Kreativität ist hier gefragt, damit sich Pressmitteilungen von anderen abheben.

Inhalt der Pressemitteilung

Der Inhalt sollte einen hohen Nutzwert für die Leserschaft bieten und nicht nur Informationen beinhalten, die ausschließlich das Unternehmen selbst interessiert. Zudem sollte die relevanteste Info an den Anfang einer Pressemittelung gesetzt werden, damit Journalist:innen schon nach den ersten Sätzen wissen, worum es geht und ob sie die Meldung verwenden können. Der Lead sollte daher ohne bedeutungslose Phrasen auskommen und auch nicht zu werblich geschrieben sein. Es ist vorteilhaft, wenn die Information aktuell, neu oder außergewöhnlich ist. Weiterhin sollten aussagekräftige Zitate und greifbare Formulierungen eingebunden werden, die Medienvertreter:innen nutzen und für Schlagzeilen verwerten können. Auch hier lautet die Devise: Qualität über Quantität. Lieber kurz, prägnant und sachlich die Informationen zusammenfassen, als seitenweise ins Detail zu gehen. Außerdem sollte die Pressemeldung möglichst direkt in der E-Mail eingebettet sein, damit Journalist:innen keinen Aufwand haben, die Meldung zu öffnen. Zusätzlich ist es von Vorteil, wenn Bild- oder Videomaterial zum Produkt sowie Informationen über das Team beigefügt werden. So können sich Redaktionen ein besseres Bild vom Unternehmen oder dem Produkt machen.

Verteiler prüfen

Damit Pressemeldungen nicht ins Leere laufen, sondern Medien ansprechen, die sich auch wirklich mit dem entsprechenden Thema auseinandersetzen, müssen die Verteiler ausführlich überprüft werden. Zwar sind Verteiler eine praktische Methode, hunderte bis tausende Redaktionen mit nur wenigen Klicks zu erreichen, dennoch sollten die Kontakte sorgsam geprüft werden. Noch besser ist es, wenn eine persönliche Ansprache stattfindet, damit Redakteur:innen merken, dass man sich mit dem Medium und den zu behandelnden Themen auseinander gesetzt hat. Um die Kontakte zu filtern, sollten Fragen gestellt werden wie: Welche Blogs und Online-Magazine sind für mein Unternehmen relevant? Bei wem kann ich mein Produkt richtig adressieren? Was liest meine Zielgruppe? Wenn diese Fragen beantwortet werden, kann die Pressemitteilung passgenau abgesendet werden.