How to: Erklärvideos

Content Marketing beschäftigt sich heute nicht mehr bloß damit über welche Themen ein Unternehmen berichtet, sondern auch in welcher Form es dies tut. Soziale Netzwerke bieten in der Zwischenzeit zahlreiche Möglichkeiten Inhalte zu verbreiten und zu gestalten. So kann der Feed beispielsweise mit einzelnen Bildern, aber auch mit GIFs, Carousel-Posts oder Videos gefüllt werden. Vor allem Erklärvideos dürfen sich einer großen Beliebtheit erfreuen und sind vielfältig einsetzbar.

Einsatzbereiche von Erklärvideos

Kommunikationsagenturen oder -unternehmen können Erklärvideos für jede Branche nutzen. Wie bereits kurz erwähnt, sind diese Filme im Content Marketing gerne gesehen. Ob nun als Story oder im Feed spielt dabei keine große Rolle. Sie sorgen für Engagement und fesseln die Viewer. Doch nicht nur im Marketing wird dieses Format genutzt. Auch zur Kundenbindung sind Erklärvideos ein nützliches Tool. So kann beispielsweise die Anwendung oder Installation eines Produktes ganz einfach gezeigt werden und erhöht deutlich die Convenience der Konsument:innen. In Meetings oder Workshops können diese Inhalte ebenfalls sehr hilfreich sein, um Sachverhalte einfach zu erklären oder kurze Einblicke in eine Thematik zu bieten. Neben all diesen Bereichen eignen sich die Filme auch hervorragend für die interne Kommunikation. Gerade in Großkonzernen kann dadurch gewährleistet werden, dass alle Mitarbeiter:innen auf dem gleichen Wissensstand sind.

Die Grundstruktur

In den meisten Fällen sind Erklärvideos gezeichnete Bildinhalte mit kleineren Animationen. Ein Voice-Over-Kommentar erklärt die Geschehnisse und auch die Zusammenhänge, die anhand der Bilder vereinfacht dargestellt werden. Das Format und die Länge sind dennoch kein Kriterium für den Erfolg. Es gibt die verschiedensten Videostile, von Zeichnungen am Whiteboard bis hin zu vollwertigen 3D-Produktionen. Hier spielt eigentlich bloß die Zielgruppe und die Thematik des Videos eine Rolle, um einen passenden Fit zu erreichen. Im Schnitt sind derartige Videos von einer bis zu drei Minuten lang.

Tipps für ein erfolgreiches Erklärvideo

Erklärvideos sehen oft einfach aus. Es stecken aber viele Überlegungen und vor allem auch viel Arbeit in diesen kurzen Filmen. Hier ein paar Tipps, die es bei der Konzeptionierung eines Erklärvideos zu beachten gilt:

  • Starker Anfang

Viele kennen es bereits aus Präsentationen oder Pitches. Aber auch im Erklärvideo ist der Anfang essenziell für die Aufmerksamkeit der Konsument:innen. Und nicht bloß dafür: Denn viele Menschen machen vom Start des Videos abhängig, ob sie es überhaupt anschauen wollen oder gleich weiterklicken. Deshalb sollte vor allem der Anfang spannend und kreativ gestaltet sein.

  • Um herauszufinden, ob das Video auch die wichtigsten Aspekte berücksichtigt, gibt es eine kurze Checkliste. Die Filme sollten immer:
    • Erklärend sein
    • Emotional sein
    • Einfach sein
    • Sich auf ein Thema fokussieren
    • Effizient mit der Zeit des Users umgehen
    • Zu einer Handlung auffordern
  • Auch bei Erklärvideos ist es notwendig, seine Zielgruppe zu kennen. Dadurch kann die Themenfindung deutlich vereinfacht werden. Außerdem besteht so die Möglichkeit zu erkennen, wo die Konsument:innen mit ihrem Basiswissen stehen. Dies kann den Inhalt des Videos deutlich verändern, da bestimmte Aspekte weggelassen werden können, während andere dafür detaillierter erklärt werden müssen.
  • Gleich der europäischen Leserichtung sollte auch die Animation von links nach rechts führen.
  • Gerade wenn Nutzer:innen die Videos unterwegs ansehen ist es sinnvoll auch mit Texten zu arbeiten. Dadurch ist es nicht zwingend notwendig den Film mit Ton zu schauen. Dabei reicht es in den meisten Fällen die wichtigsten Stichworte einzubauen.
  • Der Ton macht die Musik. Das trifft auf jeden Fall auch auf Erklärvideos zu. Am Voice-Over sollte das Unternehmen also auf keinen Fall sparen. Ein/e schlechte Sprecher:in oder eine unangenehme Stimme zerstört das ganze Video. Für den/die Speaker:in ist es meist ungewohnt langsam zu sprechen, doch gerade bei diesen Filmen ist eine langsame, deutliche Aussprache unabkömmlich.