Hörfunk lockt mit Werbekampagnen

Wer Wirtschaftsentscheider erreichen will, sieht sich mit seiner Werbung bei den Printmedien besser aufgehoben als beim Hörfunk. Und das obwohl auch die wichtigen Entscheider Radio hören. Der P.U.N.K.T. PR Blog nimmt den Bereich Radio und Werbung heute etwas genauer unter die Lupe.

Unternehmen nutzen Radio meistens als Abverkaufskanal. Häufig geht es dabei um Rabatte, Prozente und kleine Preise. Aus diesem Grunde ist das Radio nicht als Entscheidermedium gelistet, so Medienexperten. Kenner der Branche raten den Nachfragern deshalb, die strategische Planung für Entscheiderzielgruppen nicht an den großen Massenkombinationen auszurichten, sondern nach Programmfarben zu differenzieren. Denn während sich die Hörer von Servicewellen und Musikprogrammen eher passiv berieseln lassen, zeichnen sich Info- und Kulturwellen durch eine wesentlich stärkere Hinwendung und höhere Aufmerksamkeit zum Programm aus.

Für die Vermarktung sind das eher ungünstige Rahmenbedingungen. Dennoch versuchen einige Sender, das Beste aus der Lage zu machen, indem sie die weniger werbungführenden Info-Programme mit eher informationslastigen Mainstreamwellen zusammenspannen und damit die wichtigsten Regionen des Landes abdecken. Ohne Massensender wie Bayern 3, NDR 2, SWR 1 oder WDR 2 hätte die Kombination ansonsten im Norden, Westen, Südwesten und Bayern zu wenig Reichweite.

Doch eine reine Info-Wellen-Kombination ist nicht in Sicht, so die Medienexperten. Die Zeichen in der Medienpolitik stehen vielmehr auf Werbereduzierung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.