Generation Selfie

Generation Selfie

Kim Kardashian hat ein Buch mit ihren Lieblingsselfies von sich veröffentlicht und zeigt damit, dass Selfies nicht mehr nur als ein verspottetes Zeichen von Narzissmus angesehen werden. Sie sind in der Gegenwart angekommen, werden teilweise schon als Kulturgut bezeichnet und geben den Jugendlichen nach „Generation Smartphone“ auch den Spitznamen „Generation Selfie“. In einer Studie hat das Institut Lönneker & Imdahl jetzt etwa 1000 Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren zu ihrem Selfieverhalten befragt. Die Ergebnisse und was hinter der Selfie-Manie steckt, erfahrt ihr im heutigen P.U.N.K.T. PR-Blogartikel.

Die ungeschminkte Wahrheit?

Was als lustiger Schnappschuss begann, hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten Selfie-Wahn entwickelt. Längst zeigen die Bilder nicht mehr die Wirklichkeit: Die Studie hat ergeben, dass 45 Prozent der Mädchen und 22 Prozent der Jungen zwischen 14 und 21 Jahren mehr als 50 Bilder von sich machen, bis sie eines davon gut finden und hochladen. Die Selfies sind Zeichen einer extremen Selbstverliebtheit und Sehnsucht nach Anerkennung, die vor allem durch Social Media vorangetrieben wird. Selfies werden gepostet, um zu gefallen. Und dieser Zuspruch äußert sich durch Likes und Kommentare auf den Profilen. Auch das Erlebte wird durch diese Indikatoren bewertet: 44 Prozent denken, dass ein Erlebnis toll war, wenn sie viele Likes für ein Bild davon bekommen. Soziale Netzwerke spielen also eine entscheidende Rolle in der Selfie-Manie und geben den Jugendlichen einen weiteren Grund, Bilder von sich zu machen. Die Studie hat außerdem ergeben, dass 30 Prozent der Befragten hoffen, durch ihre Posts berühmt zu werden.

Mit Selfies zur Selbstfindung

Jugendliche versuchen alles, um sich selbst zu finden. Dabei wollen sie sich an die anderen Jugendlichen anpassen und sich gleichzeitig unbedingt von ihren Eltern abgrenzen. Das zeigt sich auch in ihren Selfies. 41 Prozent ist es peinlich, wenn ihre Eltern Bilder von sich machen. Und auch wenn 85 Prozent der Befragten der Studie zugeben, dass sie regelmäßig Selbstporträts knipsen, gibt es doch eine große Anzahl, die sich weigert, den Begriff „Selfie“ überhaupt zu benutzen. Ihnen ist es peinlich, sich selbst die Bedeutung der Bilder einzugestehen. Deshalb betiteln sie die offensichtlichen Selfies als Porträts oder Schnappschüsse mit Freunden.

Selfies müssen genau getimt und inszeniert sein, um einen Mittelweg zwischen individuellem Stil, der eigenen Persönlichkeit und dem, was gerade IN ist, zu finden. So wird ihre Produktion getrieben von dem Wunsch nach der idealen Selbstdarstellung.

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