- Produktion des ORA 5 ab dem ersten Quartal 2027 in Bulgarien geplant
- Europäische Anforderungen von Beginn an im Fokus: Das Entwicklungszentrum in München hat den ORA 5 und den H7 auf mehr als 100.000 Testkilometern auf europäischen Straßen erprobt
- In den nächsten zwei Jahren werden sieben weitere Modelle auf dem deutschen Markt eingeführt
Beim GWM Tech Day in Mailand feiert der GWM HAVAL H7 seine Europapremiere. Zugleich kündigt der Automobilhersteller den Einstieg in die europäische Fahrzeugproduktion an: Der GWM ORA 5 BEV soll künftig in Bulgarien gebaut werden.
GWM hat den GWM Tech Day in Mailand genutzt, um mit der Europapremiere des HAVAL H7 zugleich die nächsten Schritte seiner Wachstumsstrategie für Europa vorzustellen. Im Mittelpunkt stehen speziell auf europäische Kundenbedürfnisse abgestimmte Fahrzeuge. Ein Meilenstein ist die geplante Fahrzeugfertigung in Bulgarien: Gemeinsam mit Bulgarian Automotive Industry (BAI) will GWM dort mit dem ORA 5 BEV erstmals ein Modell in Europa produzieren. Der Produktionsstart ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.
Vom Export zur Produktion vor Ort
Mit dem Aufbau einer lokalen Produktion setzt das Unternehmen nun verstärkt auf Kundennähe und regionale Wertschöpfung. Perspektivisch plant GWM integrierte Industrieparks für Fahrzeuge und Komponenten in Europa, die parallel zum wachsenden Modellangebot schrittweise ausgebaut werden sollen. Im Vertrieb ist GWM bereits in Deutschland, Italien, Spanien, Bulgarien, Estland, Lettland, Schweden und den Niederlanden aktiv; der Markteintritt in Frankreich und weiteren europäischen Ländern ist in Vorbereitung.
Entwicklung für Europa von Anfang an
Das 2012 eröffnete Forschungs- und Entwicklungszentrum in München beschäftigt sich mit den Bedürfnissen europäischer Kunden, regulatorischen Anforderungen in Europa sowie der Erprobung und Validierung der Fahrzeuge. Die europäischen Teams sind bereits in frühen Projektphasen in die Produktentwicklung eingebunden. Für den ORA 5 und den HAVAL H7 absolvierten sie mehr als 100.000 Testkilometer auf europäischen Straßen und führten mehrere Tausend Stunden Markt- und Kundenforschung durch. Im Fokus standen unter anderem Fahrwerk, Lenkung, Antrieb und Sitze. Weltweit beschäftigt GWM mehr als 28.000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung. Nach Unternehmensangaben investiert der Konzern jährlich über 1,3 Milliarden Euro in diesen Bereich.
Nicole Wu, Chief Technology Officer von GWM: „Lokalisierung bedeutet nicht, Produkte lediglich an einen Markt anzupassen. Entscheidend ist, die Anforderungen des Marktes von Anfang an in der DNA unserer Fahrzeuge zu verankern. Wir wollen in Europa nicht einfach nur Autos verkaufen – wir wollen Teil Europas werden.“
GWM HAVAL H7: auf europäischen Straßen abgestimmt
Das 4,80 Meter lange SUV wurde unter anderem auf deutschen Autobahnen, am Stilfser Joch in Italien sowie auf der Großglockner-Hochalpenstraße in Österreich abgestimmt. Mit dem HAVAL H7 führt GWM zudem seinen Hi4-Hybrid-Allradantrieb erstmals in Europa ein.
„Ein Fahrzeug, das in China überzeugt, erfüllt nicht automatisch alle Erwartungen europäischer Kunden“, so Thomas Schemera, EU Product General Manager von GWM. „Für Europa zu entwickeln bedeutet, die tatsächlichen Fahrgewohnheiten der Menschen zu verstehen – von deutschen Autobahnen bis zu italienischen Bergstraßen.“
Breites Modellportfolio für europäische Anforderungen
Die angekündigten Modelle decken unterschiedliche Antriebsarten ab – von Verbrennungsmotoren über Vollhybride und Plug-in Hybride bis hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen. Die ORA 5 Modellfamilie wird in Deutschland 2027 um eine Schrägheck- und Kombivariante erweitert.