Oldenburg, 20. Oktober 2026. Schnellladen ist ein zentraler Baustein für eine alltagstaugliche Elektromobilität. Damit hohe Ladeleistungen im täglichen Betrieb zuverlässig zur Verfügung stehen, sind neben der Leistungsfähigkeit der Systeme insbesondere deren Qualität und die bedarfsgerechte Auslegung auf den jeweiligen Standort entscheidend. Denn die Anforderungen sind verschieden: Während an Handelsstandorten längere Aufenthaltszeiten berücksichtigt werden können, steht entlang stark frequentierter Verkehrsachsen eine möglichst kurze Ladedauer im Fokus. EWE Go setzt beim Ausbau seines deutschlandweiten Schnellladenetzes deshalb bereits seit 2018 auf die Technologie des Südtiroler Herstellers Alpitronic.
EWE Go betreibt mittlerweile mehr als 3.000 eigene Ladepunkte in Deutschland und baut sein Netz kontinuierlich weiter aus. Dabei kommen unter anderem die kompakten All-in-One Schnellladestationen von Alpitronic zum Einsatz, die mit einer Ladeleistung von bis zu 400 kW pro Ladestation hohe Ladegeschwindigkeiten ermöglichen. Gleichzeitig erlaubt ihr modularer Aufbau, die technische Konfiguration auf unterschiedliche Standortanforderungen auszurichten und bei Bedarf anzupassen.
„Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur steigen auch die Anforderungen an die Technik. Für uns ist entscheidend, dass sich unsere Kundinnen und Kunden darauf verlassen können, unkompliziert und zuverlässig zu laden. Mit Alpitronic arbeiten wir seit vielen Jahren mit einem Partner zusammen, der diesen Anspruch teilt und seine Technologie kontinuierlich weiterentwickelt“, sagt Ilker Akkaya, Geschäftsführer von EWE Go.
Zuverlässige Technik für ein wachsendes Ladenetz
Öffentliche Ladestationen sind dauerhaft im Einsatz, unterschiedlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt und müssen auch bei hoher Auslastung zuverlässig verfügbar sein. Außerdem gewinnt mit der zunehmenden Anzahl an Elektrofahrzeugen leistungsfähiges Schnellladen weiter an Bedeutung. Moderne Fahrzeuge können immer höhere Ladeleistungen aufnehmen und dadurch in kürzerer Zeit mehr Reichweite nachladen. Damit dieses Potenzial im Alltag genutzt werden kann, muss sowohl die Betriebssicherheit als auch die Weiterentwicklung der öffentlichen Ladeinfrastruktur gewährleistet sein.
Bereits während der Entwicklung und in der Produktion durchlaufen die Ladestationen bei Alpitronic umfangreiche Prüf- und Testverfahren. Vor dem Einsatz im eigenen Ladenetz führt auch EWE Go weitere Prüfungen unter realen Einsatzbedingungen durch. Dabei werden unter anderem Funktionalität, Zuverlässigkeit und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten überprüft. Ziel ist es, einen stabilen Betrieb im späteren Einsatz sicherzustellen.
„Ladeinfrastruktur entscheidet mit darüber, wie Menschen Elektromobilität im Alltag erleben und wie sehr sie ihr vertrauen. Dabei zählt nicht allein, wie schnell ein Fahrzeug laden kann, sondern vor allem, dass der Ladevorgang zuverlässig funktioniert und die Technologie zum jeweiligen Standort passt“, sagt Philipp Senoner, CEO von Alpitronic. „Unsere langjährige Partnerschaft mit EWE Go zeigt, wie wichtig der enge Austausch zwischen Herstellern und Ladenetzbetreibern ist. Wir verbinden unsere europäische Technologiekompetenz mit den Erfahrungen aus dem täglichen Ladebetrieb und entwickeln so Lösungen, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzer orientieren.“
Entwickelt und produziert in Europa
Auch hinter der Produktion der Ladestationen steht eine auf langfristiges Wachstum ausgerichtete Struktur. Die Ladelösungen von Alpitronic werden in Europa entwickelt und produziert. Über 80 Prozent der Zulieferer des Unternehmens stammen ebenfalls aus Europa. Damit setzt Alpitronic auf eine überwiegend europäische Wertschöpfungskette.
Gleichzeitig ermöglichen automatisierte Produktionslinien, die Fertigung bei steigender Nachfrage flexibel anzupassen und Kapazitätsspitzen abzudecken. Für den weiteren Ausbau des EWE Go Netzes ist neben der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Hardware auch diese Skalierbarkeit ein wichtiger Faktor.
Von 300 auf 400 kW – und die Entwicklung geht weiter
Wie schnell sich die Ladetechnologie in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat, zeigt sich auch an der steigenden Leistung der Schnellladesysteme. Während zunächst unter anderem Hypercharger mit bis zu 300 kW im Ladenetz von EWE Go zum Einsatz kamen, ermöglichen aktuelle All-in-One-Modelle inzwischen Ladeleistungen von bis zu 400 kW. Bei entsprechend ausgelegten Elektrofahrzeugen kann dadurch innerhalb kurzer Zeit ein großer Teil der benötigten Energie nachgeladen werden.
Für EWE Go ist diese technische Entwicklung ein wichtiger Baustein beim weiteren Ausbau des eigenen Ladenetzes. Entscheidend ist jedoch auch, die verfügbare Leistung entsprechend der Nutzung des jeweiligen Standorts einzusetzen. Faktoren wie die durchschnittliche Aufenthaltsdauer, die erwartete Auslastung, die technischen Voraussetzungen des Netzanschlusses und die Anforderungen der Nutzer:innen fließen daher in die Auslegung der Ladeinfrastruktur ein. So können beispielsweise Standorte an Supermärkten, Einkaufszentren oder Schnellrestaurants anders dimensioniert werden als Schnellladestandorte entlang stark frequentierter Verkehrsachsen.
Die technische Flexibilität der eingesetzten Systeme ermöglicht es EWE Go, unterschiedliche Nutzungsszenarien bereits bei der Planung zu berücksichtigen und die Infrastruktur bei Bedarf weiterzuentwickeln. EWE Go setzt dabei unter anderem auf breite Gehäusevarianten, die zusätzlichen Raum für technische Erweiterungen bieten. So können die Ladestationen – sofern die Voraussetzungen des jeweiligen Netzanschlusses gegeben sind – auch nachträglich an veränderte Anforderungen angepasst werden.