„Die THG-Quote wird wieder ein Steuerungsinstrument – nicht nur ein Bonusprogramm“
Oldenburg, 12. Mai 2026. „Die THG-Quote wird 2026 wieder ein Steuerungsinstrument – nicht nur ein Bonusprogramm.“ Mit dieser Einschätzung ordnet EWE Go die per Gesetz verabschiedete Reform der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ein. Als eines der zentralen klimapolitischen Instrumente im Verkehrssektor markiert der sich abzeichnende neue Rechtsrahmen aus Sicht eines der größten Betreiber von Ladeinfrastruktur in Deutschland einen Wendepunkt für den Markt: Nach zwei Jahren mit hoher Volatilität und Unsicherheit gewinnen Elektromobilität und Ladeinfrastruktur wieder an Planbarkeit.
Die THG-Quote verpflichtet Mineralölunternehmen, ihre Emissionen im Verkehrssektor schrittweise zu senken. Mit der Reform wird die gesetzlich vorgegebene Minderungsquote gesetzlich festgeschrieben weiter erhöht – vorgesehen ist eine Anhebung des Zielwerts auf 65 Prozent bis 2040. Zugleich treten schrittweise verschärfte Marktmechanismen, Nachweispflichten sowie zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Betrugsprävention in den Fokus, die politisch aktuell weiter konkretisiert werden und in Teilen erst ab 2027 ihre volle Wirkung entfalten dürften. Ziel ist es, reale Emissionsminderungen stärker zu gewichten und kurzfristige Mitnahmeeffekte zu reduzieren. Gleichzeitig setzt der Gesetzgeber weiterhin auf einen technologieoffenen Ansatz, der neben Ladestrom auch weitere Erfüllungsoptionen berücksichtigt; Details werden in der weiteren Umsetzung noch konkretisiert.
„Nach zwei Jahren Unsicherheit wird Elektromobilität wieder planbar“
Aus Sicht von EWE Go liegt die Bedeutung der Reform weniger in der Höhe möglicher Prämien als in der veränderten Systemlogik. „Nach zwei Jahren Unsicherheit wird Elektromobilität wieder planbar“, sagt Ilker Akkaya, Geschäftsführer von EWE Go. „Das ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Unternehmen langfristig in öffentliche Ladeinfrastruktur investieren. Die neue THG-Logik stärkt erstmals konsequent die tatsächliche Nutzung – und nicht nur den formalen Ausbau.“
Bereits zu Beginn des Jahres 2026 zeigt sich aus Sicht von EWE Go eine deutliche Bewegung im Markt: Die THG-Quotenpreise haben sich vor dem Hintergrund der Reformerwartungen erholt, da die wirtschaftliche Attraktivität der Quote wieder zunimmt. Für E-Autofahrende kann das stabilere Rahmenbedingungen bedeuten, für den Markt insgesamt mehr Transparenz und Verlässlichkeit.
Einordnung und Orientierung für E-Autofahrende
Vor diesem Hintergrund versteht EWE Go die THG-Quote nicht ausschließlich als Instrument für Marktakteure, sondern auch als Teil eines funktionierenden Mobilitätssystems für Nutzende. Neben der infrastrukturellen Einordnung stellt EWE Go daher auch Informationen zur Verfügung, wie E-Autofahrende ihre Quote geltend machen können. Ziel ist es, das Instrument verständlich und nachvollziehbar einzuordnen – mit Blick auf tatsächlichen Gebrauch, messbare Wirkung und langfristige Verlässlichkeit. Mehr unter: https://www.ewe-go.de/thg-quote-verkaufen/
Ein Signal für einen reiferen Markt
Für EWE Go bestätigt die Entwicklung einen Ansatz, der seit Jahren verfolgt wird: Der Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur folgt nicht primär statistischen Zielmarken, sondern einer klaren Nutzungs- und Standortlogik. Die ab 2026 vorgesehene Ausgestaltung der THG-Quote – die nach aktuellem Stand rückwirkend zum 1. Januar 2026 gelten soll – fügt sich in einen Mobilitätsmarkt ein, der zunehmend auf Qualität, Verlässlichkeit und langfristige Wirkung setzt.
„Elektromobilität wird 2026 erstmals wieder als Gesamtsystem gedacht – aus Fahrzeugen, Energie und Infrastruktur“, ergänzt Akkaya. „Das ist ein wichtiges Signal für alle Marktteilnehmer, die langfristig Verantwortung übernehmen.“