Journalismus im Umbruch

Diese Frage wird zurzeit heiß diskutiert: Werden Internet-Giganten wie Facebook, Google, Amazon die Verlage der Zukunft? Etablierte Medienunternehmen zweifeln das an. Zu Recht? Die Hamburger Agentur PUNKT PR eruiert das Potential großer IT-Plattformen und ob sie zukünftig auch journalistisch den Ton angeben.

Es ist eine interessante Entwicklung: Internet-Plattformen übernehmen immer mehr auch Verlagsfunktionen. Erste Plattformen haben bereits damit begonnen, Journalisten anzustellen – wenn bislang auch nur zur Filterung von Zusendungen. Die Chance ist jedoch groß, dass sie in Zukunft auch zur Erstellung von eigenen Inhalten übergehen.

Sind Internet-Plattformen die Verlage der Zukunft? Vertreter etablierter Medienunternehmen glauben nicht wirklich daran. Kein Anspruch an Qualitätsjournalismus, mangelnde Glaubwürdigkeit und andere Argumente sind aus diesen Reihen zu hören. Dazwischen schwingen aber auch Stimmen, die sich des Möglichen durchaus bewusst sind.

Grund hierfür ist, dass die Inhalte und Qualität der journalistischen Arbeit in erster Linie an die Personen guter Journalisten gebunden sind. Und diese sind ja bekanntlich mobil. Wie einst die Druckereien, die aus wirtschaftlichen Erwägungen zu Verlagen wurden, könnten auch Internet-Konzerne das ökonomische Potential von Journalismus für ihre Plattform erkennen.

Für etablierte Verlage wird sich eine Zusammenarbeit mit den Internet-Riesen wohl nicht vermeiden lassen. Andererseits hat sich die digitale Bedrohung in den vergangenen Jahren deutlich relativiert: Die großen IT-Plattformen konkurrieren mittlerweile untereinander, potentiell auch hinsichtlich journalistischer Inhalte. Diese Ausgangslage ist nicht unbedingt die schlechteste für die Medienunternehmen.