DEICHMANN-Förderpreis für Integration

Die Karl-Simrock-Schule für Berufsorientierung wurde heute von der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen Dr. Angelica Schwall-Düren als Landessieger des DEICHMANN-Förderpreises für Integration ausgezeichnet. Mithilfe des 2009 ins Leben gerufenen Projekts „Meine Zukunft? Mein Plan!“ konnte die Schule die Zahl der Schüler, die nach Abschluss einen Ausbildungsplatz erhalten, von 3 Prozent auf knapp 23 Prozent steigern. Hierzu hat die Schule ein großes Netzwerk zu örtlichen Handwerksbetrieben aufgebaut und unterstützt die Schüler beim kompletten Bewerbungsverfahren. „Die Schule setzt sich besonders stark dafür ein, dass die Jugendlichen in den Arbeitsmarkt integriert werden“, lobt Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren das Projekt. Zusammen mit Ulrich Effing, Projektleiter des DEICHMANN-Förderpreises, überreichte sie eine Urkunde sowie das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Seit elf Jahren engagiert sich DEICHMANN für die berufliche Integration von benachteiligten Jugendlichen. Ausgezeichnet werden Initiativen, die auf verschiedenen Ebenen helfen, Kinder und Heranwachsende in Beruf und Gesellschaft zu integrieren. Der Preis hat besonders Menschen mit Migrationshintergrund im Blick. Ausgezeichnet werden Projekte, die nachhaltig und kreativ mithelfen, jungen Menschen den Weg ins Berufsleben zu ebnen.

 

Umfangreiche Maßnahmen

 

Ausschlaggebend für die Gründung des Projekts „Meine Zukunft? Mein Plan!“ der Karl-Simrock-Schule für Berufsorientierung war die am Schulstandort Bonn begrenzte Anzahl an adäquaten Ausbildungsplätzen. „48 Prozent der Jugendlichen haben die Schule mit einem Abschluss, aber ohne eine berufliche Perspektive verlassen – das wollten wir ändern“, sagt Schulleiter Arndt Hilse. Hierfür werden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den Schülern einen Ausbildungsplatz zu ermöglichen: Die Schule veranstaltet Handwerkertage, bei denen örtliche Handwerksbetriebe ihre Arbeit vorstellen. So können die Schüler unterschiedliche Berufsbilder kennenlernen, sich in diesen ausprobieren und Kontakte zu möglichen Ausbildungsbetrieben knüpfen. Zudem werden die Schüler beim kompletten Bewerbungsprozess unterstützt. Des Weiteren sichert die Kooperation mit einer Bonner Gesamtschule qualifizierten Absolventen den Besuch der gymnasialen Oberstufe.

 

Messbarer Erfolg

 

Der Erfolg des Projekts ist groß. Mittlerweile liegt die Schule mit knapp 23 Prozent der Absolventen, die eine Berufsausbildung beginnen, deutlich über dem Landesdurchschnitt. Zudem haben mehrere Schüler der jetzigen Abschlussklasse die sichere Zusage für einen Platz in der gymnasialen Oberstufe – zwei davon sind ohne Deutschkenntnisse nach Deutschland gekommen und haben die Internationalen Vorbereitungsklassen der Karl-Simrock-Schule besucht. „66 Prozent unserer Schüler haben eine Zuwanderungsgeschichte. Diejenigen, die kaum oder gar nicht Deutsch sprechen, werden ebenfalls gezielt von uns gefördert. Wir möchten allen Jugendlichen die Möglichkeit geben, im deutschen Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen“, so Schulleiter Arndt Hilse. Ein Gedanke, der ganz im Sinne des DEICHMANN-Förderpreises ist.