Wie Carhartt Schutzfunktion und Materialstabilität effektiv verbindet
Menschen, die im Baugewerbe, im Garten- und Landschaftsbetrieb oder in der Agrarwirtschaft arbeiten, sind deutlich häufiger UV-Strahlung ausgesetzt als Beschäftigte in Innenräumen. UV-Strahlen können Hautschäden verursachen und langfristig das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Neben den bekannten Sonnenschutzmitteln wie Sonnencreme, übernimmt allerdings auch die Kleidung eine wichtige Schutzfunktion.
„Viele gehen davon aus, dass jedes Kleidungsstück automatisch vor Sonne schützt“, sagt Lisa Meissner, Jr. PR & Communication Manager bei Carhartt EMEA/PAC. „Tatsächlich hängt der UV-Schutz stark davon ab, wie ein Stoff konstruiert ist – von der Faserstruktur über die Gewebedichte bis zu textilen Technologien.“ Ein einfaches Baumwoll-T-Shirt erreicht häufig nur einen UPF (Ultraviolet Protection Factor) von etwa 5. Das bedeutet, dass rund 20 Prozent der UV-Strahlung durch den Stoff dringen können.
Wovon der UV-Schutz eines Stoffes abhängt
Mehrere textile Faktoren bestimmen, wie viel UV-Strahlung ein Stoff blockieren kann:
- Faserstruktur: Synthetische Fasern wie Polyester sind gegenüber UV-Strahlung stabiler als Baumwolle und können einen Teil der Strahlung absorbieren oder streuen.
- Gewebekonstruktion: Dichter gestrickte oder gewebte Materialien lassen weniger UV-Strahlung durch als locker strukturierte Stoffe.
- Stoffgewicht: Höhere Materialdichte kann die Schutzwirkung erhöhen.
- Farbe: Dunklere oder stärker pigmentierte Stoffe absorbieren mehr UV-Strahlung als sehr helle Materialien.
- Textile Technologien: Spezielle Materialtechnologien können den UV-Schutz zusätzlich erhöhen.
Materialkonstruktion in der Praxis
Wie diese Faktoren in der Praxis zusammenwirken, zeigt sich in der konkreten Materialentwicklung moderner Workwear. Carhartt kombiniert dabei gezielt unterschiedliche Fasern, Gewebekonstruktionen und textile Technologien, um Schutz, Komfort und Strapazierfähigkeit miteinander zu verbinden.
Ein Beispiel hierfür ist das Carhartt Force Sun Defender Langarm-T-Shirt. Das Modell nutzt ein Interlock-Gewebe aus 100 % Polyester mit einem Flächengewicht von 136 g/m². Polyesterfasern sind gegenüber photochemischem Abbau durch UV-Strahlung vergleichsweise stabil und können einen Teil der Strahlung absorbieren oder streuen. Auch die Gewebestruktur trägt zum Schutz bei. Beim Interlock-Strickverfahren werden zwei Stricklagen miteinander verbunden, wodurch eine dichte Materialstruktur entsteht. So wird die Porosität des Stoffes reduziert – also die Zwischenräume, durch die UV-Strahlung hindurchtreten kann. Zusätzlich kombiniert das Shirt mehrere textile Technologien: Die integrierte Sun Defender™ Technologie erreicht UPF 40+ und blockiert damit mindestens 97,5 Prozent der UV-Strahlung. Gleichzeitig sorgt die Carhartt Force™ FastDry™ Technologie dafür, dass Feuchtigkeit vom Körper weggeleitet wird und der Stoff schnell trocknet – ein wichtiger Faktor bei längeren Einsätzen im Freien.
Die Bedeutung der Materialkonstruktion wird auch bei Hosen deutlich. Die Carhartt Force Sun Defender™ Hose mit Relax Fit nutzt ein Stretch-Dobby-Gewebe aus 90 % Polyester und 10 % Elastan mit einem Flächengewicht von 190 g/m². Die strukturierte Dobby-Webart sorgt für Strapazierfähigkeit und eine stabile Gewebekonstruktion, während der Elastan-Anteil in Kombination mit Rugged Flex™ Bewegungsfreiheit bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten ermöglicht. Die Materialwahl erfüllt dabei mehrere Funktionen gleichzeitig: Polyesterfasern sind gegenüber UV-Strahlung stabil und können einen Teil der Strahlung absorbieren oder streuen, während die dichte Gewebestruktur die Porosität reduziert und damit die UV-Durchlässigkeit verringert. Ergänzend unterstützt hier ebenfalls die Carhartt Force™ FastDry™ Technologie das Feuchtigkeitsmanagement.
Auch Kopfbedeckung spielt bei der Arbeit im Freien eine wichtige Rolle, um direkte Sonneneinstrahlung im Gesichts- und Augenbereich zu reduzieren. Die Carhartt Force™ Prescott Cap nutzt ein leichtes 4-Way-Stretch-Gewebe aus 85 % Nylon und 15 % Elastan (150 g/m²), das für Bewegungsfreiheit und Tragekomfort ausgelegt ist. Gleichzeitig sorgt die integrierte FastDry™ Technologie dafür, dass Feuchtigkeit vom Körper weggeleitet wird und das Material schnell trocknet – ein Vorteil bei körperlicher Arbeit unter warmen Bedingungen. Das Visier bietet zusätzlichen Schatten, während der verstellbare Snapback-Verschluss eine flexible Passform ermöglicht.
Entwickelt für reale Arbeitsbedingungen
Die beiden genannten Force Sun Defender™ Bekleidungsstücke erreichen einen UPF-Wert 40+ und erfüllen damit die Anforderungen der europäischen Norm EN 13758-2, die den UV-Schutz von Bekleidung bewertet. Für Hersteller von Workwear endet die Materialentwicklung jedoch nicht bei Laborwerten. „Bei Outdoor-Berufen wirkt nicht nur Sonne auf die Kleidung ein. Stoffe sind gleichzeitig Schweiß, Bewegung, Abrieb und regelmäßiger Wäsche ausgesetzt“, erklärt Meissner. „Mit dem gezeigten Einsatz verschiedener Carhartt Technologien in einem Produkt, wie z. B. FastDry™, Rugged Flex™ und Sun Defender™ können unsere Produkte unterschiedlichen Anforderungen und Arbeits-Belastungen standhalten und gleichzeitig Schutz vor UV-Strahlung bieten.“
Carhartt entwickelt seit Generationen Arbeitskleidung für Menschen, die täglich unter wechselnden und anspruchsvollen Bedingungen arbeiten. Getreu der Mission „We serve and protect all hardworking people by building durable products“ versteht die Marke Workwear als Ergebnis gezielter Material- und Konstruktionsentscheidungen – mit dem Ziel, Kleidung zu entwickeln, die den Arbeitsalltag über lange Zeit hinweg zuverlässig begleitet.