Angebote schalten den Verstand aus

Angebote schalten den Verstand aus

Die Angebotsmasche großer Unternehmen in Kaufhäuser sowie im Internet ist derzeit auf Erfolgskurs. Verbraucher freuen sich auf großartige Schnäppchen und sind sehr empfänglich für entsprechende Botschaften und verfallen in einen enormen Kaufrausch.Sobald sie ein „Sale“ oder „Sonderangebot“-Schild sehen schlägt das Herz höher. Allerdings ist fraglich, ob die vermeintlichen Angebote wirklich Schnäppchen sind.

Die meisten Menschen verfallen in ein Konsumrausch, dem man sich in der heutigen Zeit kaum entziehen kann. Im digitalen Zeitalter wird dies immer mehr sichtbar – Verbraucher werden durch Werbung mit vermeintlichen Angeboten überhäuft. Vermehrt werden Produkte gekauft, die man meist nicht braucht und auch in Zukunft nicht brauchen wird und zudem in der Vergangenheit nicht vermisste. Dieses Phänomen freut die Unternehmen und beschäftigt Hirnforscher. Die Kaufentscheidungen sind nichts anderes als eine emotionale Nutzenberechnung des Gehirns. Schon vor Jahren wurde bewiesen, dass vermeintliche Sonderangebote den Verstand ausschalten und den Konsumenten so zum Kauf überreden.Rabatte und Sonderangeboten werden vor allem von erfolgreichen Marken ausgenutzt, da hier die Verbraucher die Chancen sehen, ein Produkt zu ergattern, dass sie sich zum Originalpreis nicht leisten könnten. Nur der Gedanke an eine einmalige Chance oder einen Vorteil aktiviert das Belohnungszentrum.

Viele Kunden fühlen sich aber auch unter Druck gesetzt. Angebote scheinen nur von kurzer Dauer zu sein und man hat keinerlei Chance Preise und verschiedene Händler zu vergleichen. Die Quote der Fehlkäufe ist hierbei beachtlich. Die Angst einen möglichen Deal zu verpassen und danach unzufrieden zu sein verleitet eher in eine Kaufentscheidung, als der wirkliche Wunsch ein Produkt zu erwerben. Hierbei ist die Kundenerhaltung für die Unternehmen eine besondere Herausforderung – das Produkt muss dann im Nachgang einen positiven Effekt hervorrufen und den Kunden überzeugen, damit dieses auch unabhängig von Angeboten wieder im Einkaufskorb des Verbrauchers landet.

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